Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Medikamentenallergie

  • Welche Medikamente muss der Patient für die Abklärung bei Verdacht auf eine Medikamentenallergie mitnehmen?
    Wir können unmöglich sämtliche am Markt vorhandenen Medikamente in unserer Apotheke lagern. Relativ viele Medikamente (Penicilline, Lokalanästhetika, Pyrazolone) sind vorhanden, andere sollten jedoch durch den Patienten mitgebracht werden. Eine Tabelle mit den vorhandenen Präparaten kann eingesehen werden. Es ist sinnvoll sicherzustellen, dass sämtliche zum Zeitpunkt einer allergischen Reaktion eingenommenen Medikamente (auch der Alternativen Medizin, chinesische Heilkräuter, Homöopathika,etc.) zur Testung vorhanden sind.
  • Welche Dokumente sollten dem Patienten mitgegeben werden, bzw. der Allergologisch - Immunologischen Poliklinik übermittelt werden?
    Besonders bei Medikamentenallergien und Anaphylaktischen Reaktionen liegen oft Berichte von Notfallstationen, Notärzten, Spitälern vor, die den zeitlichen Ablauf sowie den schwere Grad der Reaktion dokumentieren. Diese Dokumente sind von grosser Wichtigkeit für eine exakte Diagnose und eine Kopie derselben sollten mit der Anmeldung zugestellt werden.
    Bei Heuschnupfenabklärungen sind vorallem Angaben über bereits durchgeführte spezifische Immuntherapien oder erfolgte Untersuchungen sinnvoll. Liegen bereits Stellungsnahmen von HNO-Ärzten oder Dermatologen vor, sollten diese ebenfalls zugestellt werden.

Hauttests

  • Welche Medikamente müssen vor der Allergieabklärung abgesetzt werden?
    Sind Hautteste gewünscht oder nötig, sollten orale Antihistaminika oder antiallergische Medikamente eine Woche vorher abgesetzt werden. Kortisonhaltige Nasensprays oder antiallergische Augentropfen dürfen weiter verwendet werden. Ist eine Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) zur Kontrolle eines Asthmas erforderlich, soll 12 Stunden vorher auf die Inhalation von Bronchien erweiternden Sprays (z.B. Ventolin, Bricanyl, Oxis, Serevent, ..) verzichtet werden.
    Orale Kortikoide können nach Rücksprache weitergenommen werden.
  • Im Standardhauttest ist eine Reaktion auf Codein, Histamin vermerkt - liegt eine Allergie vor?
    Codein und Histamin werden für den Hauttest (Pricktest) als Positiv-Kontrolllösung verwendet. Das bedeutet, dass diese Substanzen eine Hautreaktion auslösen müssen, damit der Test aussagekräftig ist. Die Hautreaktion auf diese Substanzen ist nicht IgE vermittelt und somit nicht Ausdruck einer Allergie. Beide Substanzen aktivieren direkt die Hautzellen (Mastzellen).
    Als negative Kontrolllösung wird eine Salzlösung (NaCl) verwendet, das keine Reaktion auslöst.